Video: Oriveti OH300 & OH500

„Massig bassig“? Damir Franc, auf YouTube ehemals auch bekannt als The Nitpicker, hat sich den beiden sehr beliebten Oriveti OH300 und OH500 Ohrhörern gewidmet und teilt seine Eindrücke. Diese möchten wir euch nicht vorenthalten. Schaut euch das Video hier dazu an:

Wir möchten lediglich auf die Unterschiede zwischen den beiden Modellen eingehen. Wie kommt es zum Eindruck, dass der OH500 so stark im Bass sei? Wir haben eine rohe Vergleichsmessung erstellt (unkompensiert am IEC 60318-4), die dabei helfen soll die Tonalität und das Sound-Tuning darzustellen:

Bei einer rohen Messungen sollte man berücksichtigen, dass wir eine Anhebung ab 1 kHz bis ca. 3 kHz als neutral oder natürlich empfinden. Diese Verstärkung übernimmt normal unser Außenohr, doch In-Ears müssen dies selber „korrigieren“. Wenn euch das Thema interessiert, hinterlasst uns gerne einen Kommentar, damit wir näher darauf eingehen können.

Die Oriveti OH300 haben faktisch mehr Bass als die OH500. Sie gleichen das jedoch durch ein wenig mehr obere Mitten und einen präsenteren Hochton wieder aus. Das Gesamtbild klingt gut ausbalanciert und kontrastreich. Wenn eine Aufnahme wenig Bassinformationen hat, dann können die OH300 den Fokus auf den Hochton lenken und ebenso umgekehrt. Dadurch entsteht eine starke Grobdynamik und die Musik wird sehr lebendig.

Die Oriveti OH500 zeigen sich insgesamt gezügelter und drehen die Regler im Bass und im Hochton runter. Dadurch rücken die vollen und warmen Mitten weiter nach vorne. Der Hochton präsentiert sich sanft und fällt dadurch nicht auf, obwohl er keine Details versteckt. Dadurch kann es sein, dass für manche der Fokus zum Bass rutscht, so wie Damir seine Eindrücke beschreibt. Tatsächlich sollte eine Anhebung zum Tiefbass von ca. 6 dB dem Ideal von Lautsprechern in einem guten Raum entsprechen und nicht wirklich als bassstark auffallen.

Für uns richten sich die OH500 eher an Genießer, die selber auf Entdeckungstour gehen und nach Details in ihrer Musiksammlung suchen. Das hohe Auflösungsvermögen zeigt sich erst nach einer Einspielphase. Für die, die es etwas direkter und spritziger mögen, raten wir daher eher zum OH300.

Weitere Meinungen

Die Oriveti wurden auch bereits auf eine Review-Rundreise im Hifi-Forum geschickt. Beide haben es auch auf die Bestenliste von Headfonia geschafft.

Links

Oriveti OH300 auf Headtek.de

Oriveti OH500 auf Headtek.de

Damir Franc auf Instagram

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